Leseprobe: Dein Einstieg ins Übersinnliche

Aus Dein Einstieg ins Übersinnliche Trance Healing - Teil 1

 

PS: Die Einleitung lassen wir für einmal weg und gehen gleich ans Eingemachte. Viel Spass bei der Lektüre. 

 

Was ist Trance Healing?

 

Trance Healing ist eine ursprünglich in England entwickelte Heilmethode, ähnlich dem Geistheilen oder dem spirituellen Heilen. Wobei es bei Trance Healing nicht viel gibt, das »entwickelt« werden musste. Trance Healing wirkt einfach, und der- oder diejenige, der oder die es praktiziert, muss dabei nicht sonderlich viel tun. Genaugenommen hat ein Heilmedium – so nenne ich jemanden, der Trance Healing praktiziert – gar nichts zu tun. Dieses Nichtstun ist gleichzeitig die größte Schwierigkeit dieser Arbeit. Wir neigen dazu, immer etwas tun zu wollen. Hingegen kann gewaltig viel passieren, wenn Sie lernen, sich herauszuhalten und Heilung zuzulassen. Wenn ich meine Arbeit richtig mache, werden Sie am Ende nichts lieber tun als nichts.

 

Die drei Arten medialer Arbeit

 

Da über Medialität viele Vorstellungen kursieren, möchte ich mit Ihnen kurz Ordnung schaffen. Unter medialer Arbeit verstehen wir die Zusammenarbeit mit der geistigen – also der nicht-materiellen – Welt. Grob gesagt gibt es drei Hauptarten medialer Arbeit.

 

Die erste Art: Mediale Kommunikation

 

Die wohl bekannteste Art der medialen Arbeit ist die mediale Kommunikation, der Jenseitskontakt. Das heute bekannte Channeling fällt in diese Kategorie. Hierbei versucht ein Medium mit verstorbenen Menschen zu kommunizieren. Voraussetzung dafür ist der Glaube an ein Leben nach dem Tod. Ein Atheist wird damit seine liebe Mühe haben. 

 

Es ist eine Modeerscheinung, dass Medien mit Engeln oder aufgestiegenen Meistern zu kommunizieren versuchen. Dass das Medium tatsächlich mit einem Engel spricht, ist kaum zu beweisen. Zumal ein »Engel« lediglich eine bestimmte Energieform ist, die in unserem Kulturkreis so genannt wird. Ein Mensch, der einer anderen religiösen Gemeinschaft angehört, wird diese Energieform anders nennen.

 

Beim klassischen Jenseitskontakt der Spiritualisten (früher Spiritisten genannt), die hauptsächlich in England verbreitet sind (Spiritualismus ist in England eine anerkannte Landesreligion), versucht das Medium nicht primär mit Verstorbenen zu reden, sondern durch präzise Nachrichten aus dem Jenseits das Leben nach dem Tod zu beweisen. Der Schwerpunkt liegt nicht bei der Nachricht, sondern beim Beweis!

 

Die zweite Art: Trance

 

Die zweite Art der medialen Arbeit ist die Trance. Trance ist ein veränderter Bewusstseinszustand, ähnlich dem Hypnosezustand. Anders als beim Jenseitskontakt entspannt und beruhigt das Medium seinen Geist, um Nachrichten oder Informationen aus der geistigen Welt zu empfangen. Ziel der Trance ist nicht, dass das Medium selbst mit der Totenwelt kommuniziert – also kein Frage-und-Antwort-Spiel –, sondern dass ein Geistwesen durch das Medium hindurch spricht. Ein Zuhörer oder Empfänger der Nachricht kann bei einem guten Trance-Medium jedoch gezielt Fragen stellen.

 

Trance hat eine lange Geschichte. Schamanen der Indianer in Nord- und Südamerika, aber auch asiatischer Völker arbeiten seit jeher mit dieser Technik. Die Vorgehensweisen des Sich-in-Trance-Versetzens unterscheiden sich je nach Kultur. Da gibt es das Trommeln, den Tanz, rituelle Gesänge, Gebete und Körperhaltungen, bewusstseinserweiternde Substanzen wie Pilze, Tabak und vieles mehr. Wer ein wenig nachforscht, findet schnell weitere Kulturen, in denen Trance seit Jahrtausenden praktiziert wird. Sogar unsere eigene, christlich geprägte Kultur hat eine Trance-Tradition.

 

Die dritte Art: Physical Mediumship oder Physical Trance

 

Die dritte Art ist die physische mediale Arbeit, in England »Physical Mediumship« oder „Physical Trance“ genannt. Hierbei bedient man sich der Trance, um physische Phänomene hervorzurufen. Unter einem physischen Phänomen verstehen wir eine Begebenheit, die ohne das direkte Zutun eines Menschen eintritt und von allen in einem Raum anwesenden Personen wahrgenommen wird. Beispiele sind etwa eine Lichterscheinung; Gegenstände, die durch den Raum fliegen; ein Tisch, der auf einem statt auf seinen vier Beinen steht; Gegenstände, die sich materialisieren oder einfach verschwinden. Es gibt zum Beispiel gut dokumentierte und von unabhängigen Beobachtern überwachte Versuche, bei denen ungeöffnete, originalverpackte Filmrollen, die in einem Raum unter einer Glashaube platziert waren, während einer Trance-Sitzung von verstorbenen Menschen aus der geistigen Welt mit Bildern, Skizzen und Texten in Mikroschrift belichtet wurden - inklusive Absender der Nachrichten! Das ist nur eines der vielen Phänomene die in den letzten Jahren erzeugt wurden. Mehr dazu im dritten Teil dieses Lehrgangs...

 

Trance Healing liegt irgendwo zwischen Trance und Physical Mediumship.

 

Beim Trance Healing geht ein Medium – jeder Mensch ist ein Medium – in einen Zustand tiefer Entspannung. Es begibt sich in Trance. Dadurch ermöglicht das Medium einem Geistwesen, durch es hindurch Einfluss zu nehmen auf den physischen Körper eines Patienten. Im Körper des Patienten kann dadurch ein physisches Phänomen stattfinden, eine Heilung. Darum der Name Trance Healing – Heilen durch Trance.

 

Allerdings muss nicht immer auf der physischen Ebene gearbeitet werden. Viele Krankheiten und Leiden haben keine körperliche Ursache. Leiden dieser Art verabschieden sich, wenn ein Patient – jeder Mensch ist auch Patient – seine Einstellungen ändert oder sein Verhalten einer Situation anpasst. 

 

Die dreieinhalbte Art: Wahrsagen

 

Wahrsagen ist offiziell keine Art medialer Arbeit. Wer die Zukunft voraussagt, verhindert, dass der Mensch noch eine Zukunft hat. Die Zukunft vorauszusagen ist, meiner Meinung nach, eine Variante des Lottospiels. Dennoch ist es möglich. Vor langer Zeit, als ich dringend Geld benötigte, sah ich während einer Meditation die Lottozahlen vor mir. Ich notierte die Zahlen. Da ich an meinen Fähigkeiten zweifelte, änderte ich die letzte Zahl und machte aus einer »28« eine »22«. An jenem Samstag hatte ich, zusammen mit vielen anderen, einen Fünfer im Schweizer Zahlenlotto. Ich gewann 4700 Franken. Wäre ich bei der 28 geblieben, hätte ich über eine Million abgeräumt. 

 

Ich habe es danach nie mehr versucht. Wenn ich heute Lotto spiele, übernimmt Mutter Schicksal das Zepter. Doch wenn ich einmal an meiner Wahrnehmung zweifle, dient mir das Erlebnis als Bestätigung dafür, dass das, was ich fühle, Wirklichkeit ist und nicht bloß Einbildung. So gesehen kann Wahrsagen ganz nützlich sein.

 

Wenn Sie der Meinung sind, es gebe noch mehr Arten medialer Arbeit, gebe ich Ihnen gerne Recht. Meine grobe Einteilung ist eine Hilfe, die verschiedenen Arten einzuordnen. Passt Ihre Art nicht in eine meiner dreieinhalb Schubladen, haben Sie wahrscheinlich eine etwas größere Kommode als ich.

 

Who’s who?

 

Wenn Sie in esoterischer Literatur schmökern oder spirituelle Ratgeber lesen kennen Sie Begriffe wie Geistführer, Höheres Selbst, Engel, Engelwesen, Geistwesen, Seele, Geist, und andere. Je nach Buch werden die Begriffe jedoch anders verwendet. Damit ersichtlich ist was ich unter einigen der Bezeichnung verstehe, liste ich die von mir verwendeten Begriffe kurz auf. Diese Einteilung hat mir keine Fee ein- und kein Meister durchgegeben. Es ist eine rein willkürliche Verwendung der Bezeichnungen. Sie können natürlich jedes einzelne Wesen nennen wie Sie es für richtig halten. 

 

Körper: Das ist unser physischer Körper aus Fleisch und Blut. Unser Zuhause, während wir auf dieser Erde wandeln – oder unser Fahrzeug, wenn Sie so wollen. Er bringt uns von A nach B und  produziert dabei ein physisches Energiefeld das sogar von unserem Ego wahrgenommen werden kann. Unser Körper zeigt perfekt die Auswirkungen des Lebens auf. Er wird – wie das Auto - allerdings meist zu wichtig genommen.

 

Ego: Das Ego gehört zum physischen Körper wie das Ei zum Huhn. Es empfindet die Auswirkungen des Lebens, die uns der Körper aufzeigt, und unterteilt diese in gute und weniger gute Erfahrungen ein, um sie danach im Unterbewusstsein abzuspeichern. Dadurch erschafft es sich seine eigene Realität – oder das, was wir im Allgemeinen als Realität empfinden. Es ist sich dessen mehr oder weniger bewusst, denn es hat ein Bewusstsein (ich nenne es das Tagesbewusstsein). Wenn wir „ich“ sagen, so reden wir meist von unserem Ego.  Das Ego wertet gerne, denkt rationell, ist in der Vergangenheit Zuhause und, da es zum physischen Körper gehört, der Zeit unterworfen. 

 

Geist oder Seele: Darunter verstehe ich unser nicht-materielles Ich, unser spirituelles Wesen. Ich nenne es auch „göttlicher Funke“ oder unser „wahres Wesen“. Unsere Seele produziert ein feinstoffliches Energiefeld das vom Ego nicht direkt wahrgenommen werden kann. Als nicht-materielles Wesen sieht und empfindet unsere Seele alles gleichzeitig, denn sie  lebt in der Gegenwart. Für die Seele existieren weder Vergangenheit noch Zukunft.  Sie ist der Zeit nicht unterworfen, wertfrei, hat ein riesiges Bewusstsein und Zugang zu unserem Unterbewusstsein. Unsere Seele koordiniert die Abläufe in unserem Körper und ist massgebend an der Schaffung des Ego beteiligt.

 

Helferwesen: Darunter verstehe ich ist unseren Verbindungsmann zur nicht-materiellen Welt. Quasi unser „Torwächter“ in die geistige Welt. Das Helferwesen steht in regem Kontakt mit unserem Geist und ist nicht-materiell. Es hat ein eigenes feinstoffliches Energiefeld und wird dadurch als Persönlichkeit wahrgenommen. Dabei ist es Teil eines grösseren Bewusstseins. Das Helferwesen wird oftmals als Geistführer, Höheres Selbst, Schutzengel, usw. bezeichnet. Das Helferwesen koordiniert was aus der geistigen Welt zu uns durchdringt und kann – unter Umständen - vom Ego wahrgenommen werden.

 

Gott: Gott ist die Energieform mit der höchsten Schwingung. Gott und das Leben sind für mich eins, denn ohne Leben wäre nichts möglich und ohne Gott wäre Leben nicht möglich. Gottes Kraft und Bewusstsein wirkt durch das Leben auf alle Ebenen hindurch und ist in steter Verbindung mit allem was lebt. 

 

 

Voraussetzungen des Heilens

 

Warum wollen Sie ein Heilmedium werden?

 

Jeder kann ein Medium werden. Ein Heilmedium kann jedoch nur derjenige werden, der den innigen Wunsch hat zu helfen und der imstande ist, seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Die persönlichen Beweggründe sind das Fundament Ihrer Arbeit mit der geistigen Welt. Sie entscheiden über Erfolg oder Misserfolg – nicht nur bei der Arbeit mit der geistigen Welt, sondern bei allem, was Sie in Ihrem Leben tun oder lassen. Ihre Motivation ist der Antrieb.

 

Ich habe durch meine Ausbildungen in England und meine Arbeit als Übersetzer für englischsprechende Medien viele gute und schlechte Medien kennengelernt. Die guten Medien hatten eines gemeinsam: eine klare Vision und den ehrlichen, tiefgreifenden Wunsch zu helfen. Es ging diesen Medien nicht in erster Linie darum, von ihrer Medialität oder Heilfähigkeit leben zu können, sondern im Vordergrund stand immer der innige Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Dass sie gerade dadurch sich selbst halfen und sich ihre Lebenssituation verbesserte – auch finanziell –, war eine angenehme Nebenerscheinung.

 

Die weniger guten Medien, die ich kennenlernte, hatten ebenfalls von Beginn weg eine klare Vision: Sie wollten die Arbeit mit der geistigen Welt nutzen, um so schnell wie möglich davon leben zu können. Viele dieser Medien arbeiten heute nicht mehr in der Branche. Der Druck, unter den sie sich selber setzten, war zu groß. Mit Druck kann man vielleicht in der materiellen Welt etwas erreichen. In der geistigen Welt geht das nicht. Was ich dort erzwingen will, entzieht sich mir. Die geistige Welt lässt sich nicht missbrauchen. Doch es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Mensch, der anfänglich scheitert, nach einem Reifeprozess einige Jahre später sein Ziel mühelos erreicht. 

 

Der Ehrlichkeit halber möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, dass ich zu Beginn zur zweiten Gruppe gehörte. Ich steckte damals in einer verzwickten Lebenssituation. Als ich mein Importunternehmen aufgeben musste, das ich während acht Jahren mit viel Leidenschaft und großem Einsatz geführt hatte, war ich verunsichert und fühlte mich als Versager. Ich hatte keinen Plan und keine Ahnung, was ich in Zukunft machen wollte, und meine Existenzangst wurde immer größer. Mit Geld, so dachte ich, könnte diese Angst besiegt werden. Zudem war mein Selbstwertgefühl am Boden. Meinem Umfeld konnte ich weder meinen inneren Gemütszustand noch die äußere Situation eingestehen. Was würden die denn von mir denken?

 

Als ich meine Medialität und die Fähigkeit zu heilen entdeckte, versuchte ich zuerst, meine Strategien aus Geschäftstätigkeiten zu wiederholen. Das Heilen sollte mein neues Geschäft werden und meine finanzielle Zukunft sichern. Ich würde nie mehr arbeiten müssen! Als die Kundschaft ausblieb und meine letzten Ersparnisse aufgebraucht waren, realisierte ich, dass ich mich auf meine ursprünglich erlernten Fähigkeiten zu besinnen hatte. Als gelernter Automechaniker konnte ich mit Werkzeugen umgehen – und plötzlich flog mir wie aus dem Nichts Arbeit zu. Meine innere Stimme sagte mir damals klar und deutlich: »Komm auf den Boden zurück und schaffe das Fundament für dein Haus, statt in der Höhe nach den Sternen zu greifen und keinen Landeplatz zu haben. Was du tun willst, ist richtig, doch es braucht Zeit und muss langsam wachsen. Die Saat ist gesetzt, und ist die Zeit reif, wird sie aufgehen. Nimm die Arbeit an, die dir zufällt. Es wird immer zum Leben reichen, und du wirst alles erhalten, was du brauchst.«

 

Sie sehen, nichts lässt sich erzwingen. Gewohnte Muster haben in der geistigen Welt keinen Bestand. Stattdessen wird ein neues Muster gewoben. Dieses ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, doch Sie werden es sehen – wenn Sie Ihrer inneren Stimme vertrauen. 

 

In den 15 Jahren seit meiner Geschäftsaufgabe sind meine Existenzängste nach und nach verschwunden. Heute ist mein Selbstwertgefühl schier unerschütterlich. Mein Vertrauen in mich selber und in meine innere Führung ist gefestigt, und seit Jahren fühle ich mich nicht mehr als Versager. Ich hätte versagt, wenn ich nicht ausgestiegen und den Bettel hingeworfen hätte. Alles, was ich aufgegeben habe, ist ein Gewinn für mich, weil es mich nicht mehr belastet. Was andere von mir denken, interessiert mich heute kaum noch. Ich denke schließlich auch, was ich will, und das Recht möchte ich niemandem vorenthalten. 

 

Auch meinen Lebensunterhalt kann ich immer bestreiten, es mangelt mir an nichts. Als ich mit meiner Lebenspartnerin und ihren vier Kindern zusammenzog und später noch unsere gemeinsamen Kinder geboren wurden, wurden die finanziellen Belastungen größer. Doch je mehr Geld ich benötigte, umso mehr Gelegenheiten erhielt ich, Geld zu verdienen. Geld ist nach wie vor wichtig, denn es ist Zahlungs- und Tauschmittel. Wirkliche Probleme lassen sich mit Geld aber nicht lösen. Das, was mich verändert hat und mir half, meine Probleme zu lösen, war das Vertrauen in meine innere Führung.